Aufzucht
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Die Welpenaufzucht bei uns -
von Ernährung & Pflege bis zu Prägung & Sozialisation

In den acht Wochen, in denen die Welpen bei uns aufwachsen, werden wir natürlich alles tun, damit sie bei der Abgabe an die neuen Besitzer kerngesund, topfit, und optimal geprägt sind. Aber der Reihe nach:

Ernährung

Die Aufzucht fängt eigentlich schon vor der Geburt an, nämlich mit der Ernährung der Hündin in der Trächtigkeit. Das Thema ist allerdings eine eigene Seite wert, ihr findet sie hier (zusammen mit der Gewichtstabelle der Welpen).

Fitness der Hündin

Enya am Tag der GeburtNatürlich spielt auch der körperliche Zustand der Mutterhündin eine große Rolle. Je schneller und einfacher die Hündin die Geburt meistert, desto weniger Anstrengung bedeutet dies auch für die Welpen.              .....................................

Enya wird aktiv im Sport geführt, auch abseits vom Hundesport sind wir gemeinsam aktiv und viel draußen unterwegs, daher ist sie ständig in sehr gutem Trainingszustand. Wir fahren z.B. regelmäßig Fahrrad (dafür braucht’s ein Renngeschirr, Ruckdämpfer - und gute Bremsen:)).
Bis wenige Tage vor der Geburt des A-Wurfes sind wir noch problemlos Rad gefahren, bis einen Tag vor der Geburt sind wir noch gemeinsam gejoggt (ok, ich bin langsam:)), und auch am Tage der Geburt selbst haben wir einen völlig normalen, langen Spaziergang gemacht.
Vermutlich auch Dank der guten Grundfitness hat Enya die Anstrengungen der Geburt locker weggesteckt, und nur wenige Wochen nach der Welpenabgabe war der Wurf ihr nicht mehr anzusehen.

Pflege und Gesundheitsvorsorge

Bereits während der Trächtigkeit wird Enya zweimal gegen das Herpesvirus geimpft. Dieses Virus ist für erwachsene Hunde ungefährlich, führt jedoch beim Welpen zum sogenannten “infektiösen Welpensterben”. Ganze Würfe können an diesem Virus jämmerlich zugrunde gehen, die Erkrankung ist praktisch nicht behandelbar, wenn sie erst ausgebrochen ist.
Durch die Impfung der trächtigen Hündin bekommen die Welpen einen ausreichenden Schutz zunächst im Mutterleib (bereits da können Infektionen zum Absterben der Welpen führen), und später dann über die Muttermilch.
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Würmer müssen ebenfalls bekämpft werden, auch hier gibt es mittlerweile die Möglichkeit, die trächtige Hündin in der Woche vor der Geburt noch einmal zu entwurmen. Spulwürmer könnten sonst auch bei regelmäßig entwurmten Hündinnen durch die Trächtigkeit aktiviert werden und schon im Mutterleib oder über die Muttermilch die Welpen befallen.
Um den 10. Lebenstag werden die Welpen erstmalig entwurmt, danach alle 2 Wochen bis zur Abgabe. Jeweils vor den nächsten Impfungen sollte der Welpe beim neuen Besitzer nochmals entwurmt werden, danach je nach Haltungsbedingungen und Risiko.
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RaubtierfütterungIch habe mich beim A-Wurf dazu entschieden, bereits in der 6.Woche gegen das Parvovirus zu impfen, da die Welpen mit mir bereits auf Spaziergängen im Feld unterwegs und auch Kontakt zu fremden Hunden haben sollten.
Rund um die 6.Woche entsteht die sogenannte “immunologische Lücke”, in dieser Zeit ist der Welpe nicht mehr durch die Antikörper aus der Muttermilch geschützt, aber noch nicht durch die Erstimpfung.

Selbstverständlich werden die Welpen dann auch in der 8. Woche komplett erstgeimpft und gechipt, uBällebadnd bekommen ihren EU-Heimtierausweis. Die Impfung sollte beim neuen Hundebesitzer noch mindestens einmal in der 12. Woche wiederholt werden, noch besser wäre eine weitere Impfung mit 16 Wochen (dann kann auch gegen Tollwut geimpft werden - die Tollwutimpfung ist allerdings oft belastend und sollte nicht gemeinsam mit der Kombi-Impfung erfolgen).

Die Prägung

Wenn ein Hundekind auf die Welt kommt, weiß es noch nicht, dass es ein Hund
ist, diese Prägung auf die eigene Art muss erst erlernt werden. Damit die Hundekinder von Anfang an nicht nur auf die Art “Hund”, sondern auch auf den Menschen geprägt werden, verbringen wir vom ersten Tag an sehr viel Zeit mit den Welpen. Sobald die Infektionsgefahr nicht mehr so groß ist, also etwa ab der vierten Woche, sind Besucher willkommen. So lernen die Welpen dann spielerisch Männer, Frauen, alte Menschen und Kinder kennen.
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WenKletterparcoursn die Welpen anfangen aktiv zu werden und zu spielen, wird in unserem großen Garten (800qm+Schafweide) ein kleiner Abenteuerspielplatz aufgebaut. Neben den “Klassikern” wie Bällebad, Dosenvorhang und Buddelecke biete ich auch öfters neue Dinge an, damit es jeden Tag neue Sachen zu entdecken und neue Herausforderungen zu meistern gibt. Das schult Motorik und Wahrnehmung und fördert natürlich auch Neugier und Intelligenz

Viele Gegenstände und Spielzeuge stapeln sich bei uns und warten auf ihren Einsatz, wie z.B. Rascheltunnel, Katzenzelt, Regentonne, Pappkartons usw. Um auch bei schlechtem Wetter draußen spielen zu können, haben wir zwei groFliesenße Pavillons, damit es immer ein zugfreies und trockenes Plätzchen zum Ausruhen gibt......................................

Abgesehen vom Welpenspielplatz lernen die Zwerge natürlich auch alles kennen, was es sonst noch so im Hundealltag gibt: Eine Hundebox, verschiedene Untergründe, Staubsaugerlärm - kurz alles, was es eben so gibt in unserer Umwelt. Da die Welpen sowohl im Haus als auch im Garten aufwachsen, gibt es viel zu entdecken und zu lernen.

Später werden auch erwachsene Besucherhunde (natürlich nur absolut vertrauenswürdige, mir gut bekannte) zu den Welpen gelassen, damit die Zwerge auch fremde Hunde schon einmal kennengelernt haben.

Da wir verschiedene Untergründe, hier Foliehier ländlich wohnen, haben die Welpen bis zu ihrer Abgabe nicht nur unsere Schafe, sondern auch die tierischen Nachbarn hier wie Kühe und Pferde kennengelernt.
                    
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Bei der Abgabe an die neuen Besitzer bekommt jeder Welpe “seine” Decke mit. Bereits vor der Geburt kaufe ich kleine Decken, die in die Wurfkiste gelegt werden und so den Geruch der Mutter und der Geschwister annehmen - das gibt ein wenig vertraute Sicherheit im neuen Zuhause.
Da alle Welpen mit dem Auto abgeholt werden, und dies nichts NegativesMinimalis & Golden Retriever für das Hundekind sein soll, werden die Welpen auch bereits hier zumindest kurz an das Auto gewöhnt.

Und dann?

Dann habe ich alles getan, um “meinen” Mini-Supermalis den bestmöglichen Start in’s Leben zu geben. Die weitere Aufzucht liegt dann nicht mehr in meiner Hand, obwohl ich natürlich für Fragen und Probleme weiterhin zur Verfügung stehe - ein Hundeleben lang.
Ich würde mich sehr freuen, so viel wie möglich über den Werdegang eures kleinen Malis “unter schwarzer Flagge” zu erfahren, und wünsche ihm/ihr ein glückliches Hundeleben und den neuen Besitzern ganz viel Freude an ihrem “Piraten”.

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