Bones
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Lonesome alias “Bones” - Galerie hier

Bild 1801Lonesome stammt aus eigener Zucht.
In Namibia hatten mein Ex-Mann und ich einige Staffies, die Hündin Bungee ließen wir von einem imposanten roten Staffbull-Rüden namens Ben belegen. Es fielen 5 Welpen, von denen wir Lonesome, und meine Schwiegereltern seine Schwester Molly behielten.
Lonesome erhielt seinen Namen, weil er als Welpe oft ganz für sich allein irgendwo saß und sich mit einem sehr philosophischen Gesichtsausdruck die Welt ansah:).

Den Alias “Bones” erwarb er sich kurze Zeit später, als er wuchs und aussah wie ein “Bag of Bones”, mit all’ der “überschüssigen” Haut, die ein Staffbull nunmal in jungen Jahren hat.
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Lonesome ist ein dreisprachiger Hund: Seine “Muttersprache” istBild 1860 Afrikaans, seine Hundesport-Sprache ist Deutsch, und wenn er richtig was ausgefressen hat, bekommt er Schelte auf Englisch :)).

Er wuchs unweit vom Mahango-Nationalpark auf, und war entsprechend als Junghund öfters im Busch mit uns. Es ist ein eigenartiges Gefühl, einen Hund in Löwengebiet laufen zu lassen, und auch beim Planschen im Fluss sucht man mit einem Auge permanent das Wasser nach Anzeichen für Krokodile ab. Ich glaube, dass man in einer solchen Umgebung automatisch eine viel tiefere Verbindung zum Hund aufbaut als hierzulande üblich. Man lebt 24 Stunden eng miteinander, und beide Seiten sind tatsächlich von einander abhängig.

Unsere Hunde haben unser Vieh beschützt, dabei teilweise mit übermächtigen Gegnern gekämpft Bild 1866(wie z.B. dem Caracal), uns vor Schlangen gewarnt, und Plünderer von Haus und Hof ferngehalten. Völlig selbstverständlich halfen sie auch beim Hüten der Schafe, Ziegen, Kühe und Hühner (und Kinder;)). Nur ein Hund? Ein Luxus? Ein Kuscheltier? Nein, zumindest dort ist ein Hund viel, viel mehr.
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Als Bones seine erste Schlange aufstöberte, wollte er sie fangen und mir blieb fast das Herz stehen, denn ich hatte die Kobra als solche erkannt. Glücklicherweise lies er sich abrufen, und lernte später, dass man Schlangen auf Distanz verbellen muss (damit wir sie dann fangen können). Unsere Staffbull-Hündin Cindy hatte nicht so viel Glück, sie attackierte eine schwarze Mamba, die mein Schwiegermutter angreifen wollte - Cindy starb nach 20 Minuten. Die Mamba musste allerdings auch dran glauben, denn unser Rebel war ein erfahrener Schlangentöter und kam Cindy zu Hilfe.

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Die einzige Verletzung, die Bones sich im Busch zuzog, war eine Verätzung der Augen, vermutlich war er einer Speikobra oder einem giftspritzendes Insekt begegnet. Zunächst konnte er gar nichts sehen, die Augen waren total zugeschwollen. Nach wenigen Tagen waren die Augen aber wieder ok. Es war mitleiderregend, aber auch faszinierend, wie der damals ca. 15 Wochen alte Bones sich zwei Tage lang blind orientieren musste. Die ersten Stunden waren sehr schwer für ihn, aber dann bewegte er sich sicher auf dem Gelände, als ob er sehen konnte, wir waren verblüfft.Bild 1805
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Leider ließen wir Bones sehr früh kastrieren, denn es hieß damals, in Deutschland müssten alle Listenhunde kastriert werden. Um ihm den Stress der Umgewöhnung nicht noch größer zu machen, ließen wir ihn noch in seiner Heimat im Alter von 8 Monaten kastrieren. Nie wieder würde ich einem gesunden Hund das antun, Lonesome blieb ewig Welpe und hatte lange Schwierigkeiten, sich bei Artgenossen ganz normal durchzusetzen.

Maulkorb- und Leinenzwang waren eine Katastrophe für Bones, der ja völlig frei aufgewachsen war. Auf der Suche nach einem umzäunten Gelände, auf dem wir den Kleinen laufen lassen konnten, geriet ich an den HSF Ratingen, und nahm dort mit Bones am Team-Test Kurs teil. Es zeigte sich, dass er ein echtes Talent war, der Hundesport macht ihm riesengroßen Spaß.
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Wenn ich ganz ehrlich bin, steht er in Temperament und Arbeitswillen einem Mali in nichts nach. Seine UO ist eine Wucht, und es machte uns allen großen Spaß, an den verschiedenen Bild 1921Veranstaltungen teilzunehmen, wo regelmäßig die Ablehnung der Leute gegenüber einem “Kampfhund” in regelrechte Eifersucht auf die tolle Arbeit umschlug.

In der Welpenschule konnte Bones bald als Korrekturhund mitlaufen, sein Sozialverhalten gegenüber den Zwergen war einwandfrei. Erst wenn die Junghunde ca. 6 Monate alt wurden, war Bones nicht mehr geeignet, denn da wurde er einfach zu schwach und ließ zuviel durchgehen.

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Leben mit Lonesome ist klasse und unkompliziert, er ist ein sehr schmusiger, anhänglicher Hund, der gerne bei Arbeit und Spaziergang Vollgas gibt, aber genauso gern drei Tage auf der Couch verbringt (besonders wenn es regnet, Wasser von oben hasst er wie die Pest). Seine geliebte Pixie und er waren nie weit auseinander, die zwei waren ein regelrechtes Ehepaar. Lonesome hat unter Pixie’s Tod wahnsinnig gelitten und war lange Zeit regelrecht krank. Erst nach Monaten hat er sich langsam wieder berappelt..

Mein Ex-Mann nahm Lonesome und Pixie mit, als er 2004Bild 1843 nach Südafrika ging. Die beiden gewöhnten sich schnell ein, und ließen sich die Sonne auf den Pelz brennen. Lonesome gewann urplötzlich an Stärke und mauserte sich zum Chef, er ist nun ein beeindruckender Wachhund geworden. Der kleine Mann wurde also doch noch erwachsen, auch wenn er dafür erst 5 Jahre alt werden musste. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass er endlich wieder zuhause ist - schließlich wurde er auf dem dunklen Kontinent geboren.
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Ich vermisse den Kleinen, mit seinen “Tennisball-auf-der-Nase-balancieren”-Tricks, seinem Staffie-Lachen, und dem unvergleichlichen Schnarchen.

Galerie Bones und Pixie hier

Bones mit seinen Basset-Kumpels 2011:

 

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