Baumann
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Thomas Baumann ist in meinen Augen einer der besten „Hundeleute“ überhaupt. Egal, ob es um Verhaltensprobleme, Rettungshundeausbildung oder Diensthunde geht: Thomas und Ina sind die richtige Adresse. Die folgenden Berichte beziehen sich auf Seminare im Jahr 2004 und 2005.

Rauferseminar

Am Anfang steht die Theorie! Thomas erklärte zunächst anhand von Powerpoint, Flipchart und Video die Entstehung von aggressivem Verhalten. Sowohl Rasse, individuelle genetische Veranlagung, Alter und Geschlecht sowie Sozialisation und Lernverhalten, aber auch Krankheiten und Haltungsbedingungen ergeben dabei das Gesamtbild „Problemverhalten“.

Der Praxisteil begann mit der Vorstellung der einzelnen Hunde durch ihre Halter. Eine erste grobe Analyse wurde gemeinsam erarbeitet. Dann ging es an die Beobachtung des Verhaltens. ....................................

Zunächst wurde das problematische Verhalten gefilmt, Thomas’ Mali-Hündin Kim durfte dabei hinter dem Zaun „Dummy“ spielen. Mit den Video-Sequenzen im Gepäck wurde dann erstmal wieder gemeinsam analysiert. Unglaublich, welche Beobachtungsgabe Thomas und Ina dabei an den Tag legten, ihnen entging weder ein minimales Ohrendrehen des Hundes noch eine klitzekleine Änderung der Körperhaltung des Hundeführers.

Die Erarbeitung der Lösungsvorschläge war sehr individuell. Passend auf das jeweilige Hund/Halter-Team wurden Verhaltensweisen, Kontrollmöglichkeiten etc. besprochen, die zwei Zielen dienen: Kontrollierbarkeit und langfristige Änderung des Verhaltens.
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Wieder ging es dann an die Praxis, diesmal wurde Alex, der DSH-Rüde von Thomas, als Hundegegenüber eingesetzt. Die Hundehalter setzten das Besprochene um und durften erste Erfolge erleben.

Beim gemeinsamen Abendessen ließ man schließlich den ersten Tag gemütlich ausklingen.

Am zweiten Tag wurde weitergearbeitet, außerdem durften wir die Welpen- und Junghundegruppen beobachten, wobei das Ausdrucks- und Sozialverhalten der Hunde eindrucksvoll von Thomas erklärt wurde.

Dann das Highlight: Die eigentlichen Raufergruppen.

Diese Hundegruppen finden regelmäßig statt und sind hauptsächlich nach Temperament geordnet. Hunde, die in der Vergangenheit gezeigt haben, dass sie keine oder unzureichende Beißhemmung besitzen, laufen zur Sicherheit mit Maulkorb (und werden im Übrigen dadurch in keiner Weise beeinträchtigt).
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In diese Gruppen wurden dann einzeln, durch eine Schleppleine und je nach Hund auch mit Maulkorb gesichert, die Seminarhunde gelassen. Fast alle zeigten sich dabei relativ unauffällig. Bei einigen waren deutliche Unsicherheiten zu beobachten, andere glänzten durch friedliches Selbstbewusstsein. Nur ein Hund (mein damaliger Pflegehund) stürzte sich sofort auf den nächstbesten Hund, wurde von diesem aber schnell in die Schranken verwiesen.

Alle Interaktionen werden in den Gruppen durch Thomas überwacht, und wenn nötig wird auch eingegriffen, so wird z.B. Mobbing natürlich nicht geduldet.

Die Raufergruppen sind teilweise unter Hundlern umstritten, das liegt allerdings meist schlicht und ergreifend daran, dass die wenigsten wissen, wie die Gruppen eigentlich funktionieren. Also: Hingehen, anschauen, Fragen stellen – und dann noch mal darüber nachdenken ;).
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Raufergruppen (in Kombination mit individuellem Training) sind eine fantastische Möglichkeit, Hunden eine Chance zu geben, sich unter Artgenossen zu bewegen, und neue Formen der Verständigung und Konfliktbewältigung zu erlernen. Thomas und Ina haben dadurch vielen Hunden und ihren Menschen ermöglicht, wieder ein normales Leben mit normalen Hundebegegnungen zu führen.

Fazit Rauferseminar: Absolut empfehlenswert!

Hier arbeiten keine selbsternannten Gurus mit toll klingenden Namen für selbst erfundene „Wunder-Methoden“, sondern wirklich bewundernswerte Hundemenschen, deren Kompetenz in meinen Augen völlig unumstritten ist.

Mit einer heutzutage selten gewordenen und um so wohltuenderen goldenen Mitte beim Umgang mit Hunden heben sie sich deutlich sowohl von Zwangsfanatikern, als auch vom neuzeitlichen Laisser-faire-Lager ab.

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Bei einem Teilnehmerfeld von max. 10 Leuten und 5 Seminarhunden kann intensiv gearbeitet werden, die 2 Tage können so effektiv genutzt werden.

Ob als interessierter Hundler, als Hundehalter mit unverträglichen Hunden, oder als Hundetrainer – dieses Seminar sollte jeder erlebt haben.

Lieben Dank an Thomas und Ina!

 

VPG-Seminar Abteilung B & C

Der HSF Ratingen (DSV) hatte Thomas eingeladen. Bereits im Vorfeld fand ein reger Informationsaustausch statt, Thomas „kannte“ also die Hunde und ihre Hundeführer, und hatte sich hervorragend auf die jeweiligen Problemstellungen vorbereitet.

Klare Struktur, absolut sattelfeste Theorie auf neuestem Stand, eine unglaubliche Beobachtungsgabe, und sehr individuelle Lösungsvorschläge – auch im VPG-Seminar zeigten sich Thomas und Ina als echte Experten in Sachen Hund.

Junghundeaufbau, Triebförderung, Motivation, Zwang & Konflikte - Die Themen waren vielfältig und weitestgehend bereits in der Vorbereitung zum Seminar mit den Seminarteilnehmern abgestimmt. Für jede Abteilung war ein Tag reserviert.  .....................................

Im Unterordnungsteil wurde der Aufbau der einzelnen Übungen erklärt, eine Sonderstellung nahm hier der Apport ein, bei dem ja bekanntermaßen häufig Probleme auftreten.

In einem Exkurs stellte Thomas dann auch die Longierarbeit vor, die (für den ein oder anderen vielleicht überraschend) nicht nur im verhaltenstherapeutischen Bereich, sondern auch sportlich gut nutzbar ist.

Im Schutzdienstteil wurden gewaltlose aber effektive Wege zum Revieren, Verbellen und „Aus“ vermittelt, auch Lösungsansätze bei Griff- und Technikproblemen konnten gegeben werden. Thomas arbeitete die einzelnen Hunde selbst, und leitete im Anschluss auch die Helfer des Vereins an.
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Fazit: Auch das VPG-Seminar bei Thomas ist sehr lohnenswert.

 

Seminar Problemverhalten

Wieder einmal hatte der HSF Ratingen Thomas eingeladen, diesmal zum Thema Problemverhalten. Hauptsächlich ging es um Hunde, die entweder Artgenossen oder Menschen gegenüber aggressives Verhalten an den Tag legten.

Auch hier gab es einen gut strukturierten Theorieteil, der zunächst allgemein auf die Entstehung problematischen Verhaltens einging. Dann ging es an die Praxis, wiederum war Thomas bereits im Vorfeld über die teilnehmenden Hunde informiert.
 

Nach der Besprechung mit den jeweiligen Hundehaltern wurden die Hunde von Thomas einzeln überprüft, und die Anamnese mit einer ersten Besprechung abgeschlossen. Welche Rasse, Vorgeschichte, Verwendung hat der Hund? Wann trat das Verhalten zum ersten Mal auf? In welchen Situationen tritt es auf? Wie verhält sich der Halter? Wurde bereits versucht, das Problem zu lösen, und wie? Was soll erreicht werden? .....................................

Die Lösungsvorschläge waren so vielfältig wie die Probleme. Einen besonderen Platz nahm “LaKoKo” (Langsam-Konzentration-Koordination)-Training ein. Durch ein kleines Stangenlabyrinth werden die Hunde vom Halter sehr langsam mit Halti geführt. Schritt für Schritt wird die Ablenkung von außerhalb erhöht, und der Halter lernt, seinen Hund mit minimalen Einwirkungen zu dirigieren. Der Hund wiederum lernt, sich auf den Halter zu konzentrieren. Im Ergebnis gewinnt das Team an Sicherheit, und mit dieser im Lakoko gewonnenen Sicherheit kann das Training bald ausgelagert, also auf Alltagssituationen angewandt werden. Thomas

Zwei extreme Kandidaten waren dabei: ein Angstaggressiver, und ein “Echter”. Ersterer war bereits seit längerer Zeit im Training, bis dato war er ausschließlich positiv “therapiert” worden. Diese Methode hatte aber nicht ausreichend gefruchtet, noch immer war der Hund bissig und von seinen Haltern nicht zu bändigen. ....................................

Der zweite Kandidat war ein gestandener Briard-Rüde, der ohne jede Spur von Angst seine Individualdistanz mit Einsatz seiner Zähne einforderte.

Um unzureichend kompetente Leute nicht zur Nachahmung zu verleiten schreibe ich hier nicht, was genau gemacht wurde, nur soviel:
Beide Hunde und vor allem die Halter kamen einen großen Schritt voran, und bei entsprechender Fortsetzung der Arbeit könn(t)en beide Hunde zukünftig problemlos geführt werden.

Das Seminar war äußerst lehrreich, sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Hundler. .....................................

Kontakt: www.dogworld.de

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